FSV Laichingen e.V.

Das Jahr 2019

Januar | Februar | März | April | Mai | Juni | Juli | August

August

Sie fliegt wieder!

10.08.2019:

"Romeo Lima startbereit" hieß es am Samstag, den 10.08.2019 auf unserem Jakob-Laur Flugplatz, als unsere ASK21 endlich wieder vom Boden abhob. Auf diesen Moment hatten viele Vereinsmitglieder ungeduldig gewartet, denn die RL (Romeo Lima) stellt nicht nur unser Schulungsflugzeug sondern auch das einzige kunstflugtaugliche Vereinsflugzeug dar. Sie ist also ein echter Allrounder. Die etlichen tausend Starts und Landungen in Verbindung mit den dazu geflogenen Flugstunden hatte man aber der alten Dame langsam angesehen. Der Lack hatte über die Jahre kleine Risse bekommen und somit die vorbeifliegende Luft abgebremst, was sich an der verschlechterten Gleitleistung bemerkbar gemacht hatte. Auch das Cockpit hatte ordentlich gebraucht ausgesehen. Damit unsere Flugschüler weiterhin ein super Flugzeug zur Schulung nutzen können, mussten nun Geld für die Neulackierung und viele Arbeitsstunden für die neue Innenausstattung aufgewendet werden.
Zunächst wurde die ASK21 nach Slowenien gefahren wo der alte Lack entfernt und kleine Schäden repariert wurden. Im Anschluss bekam sie wieder einen neuen "Anstrich". Doch damit war die Arbeit nicht getan. Das komplette Cockpit war ausgebaut und noch im alten Zustand. Nur die Außenhaut war nun wieder wie neu. Da wir aber mit unserem Vereinsmitglied Bernd Mangold einen echten Profi-Bastler und Prüfer in unseren Reihen haben, wusste er genau was zu tun war. Das "ASK-Team" war eine Handvoll freiwilliger Vereinsmitglieder, die mit Bernd dafür sorgten, dass das Flugzeug pünktlich zum Fluglager fertig geworden ist. Mit vereinten Kräften, viel Lachen und vielen Arbeitsstunden kam man recht gut voran. Und wir konnten uns den kleinen Spaß nicht verkneifen, der sich ja förmlich anbot…unsere RL einfach mal kurz umzutaufen angelehnt und an das Ereignis, das uns allen dieses wie auch letztes Jahr einfach unglaublich viel Spaß bereitet hat: das Festival ROCK DEIN LEBEN!
Am Samstagmorgen war sie dann fertig. Bernd nahm den ganzen Flieger unter die Lupe. Flügel wie auch der Rumpf wurden gewogen und gecheckt. Alles lief reibungslos und dem neuen Erstflug stand nichts mehr im Wege. Bernd testete die ASK auch in der Luft auf Herz und Nieren und hatte nichts zu beanstanden. Nachdem unser Schulungsflugzeug wieder für jedermann freigegeben war, nutzten dies einige Piloten für einen ausgiebigen Testflug. Wir waren alle vom Endergebnis restlos begeistert! Unsere R(D)L ist nun wieder wie neu!
Das "ASK-Team" möchte sich bei Bernd Mangold herzlich bedanken, der hier wirklich hervorragende Arbeit geleistet hat! Von seinem extrem hohen Fachwissen und seiner Geduld mit uns Laien konnten wir alle nur profitieren. So ein großes ehrenamtliches Engagement findet man nicht überall!

Bericht: Robin Enderle, Bild: Sandra Mangold

Rock dein Leben 2019 ist zu Ende und der Flugsportverein Laichingen zieht ein Resümee

04.08.2019:

Bis zu 15.000 Menschen haben den Jakob Laur Flugplatz vom 28. bis zum 31. Juli besucht. Der Andrang war am 28. Juli so groß, dass sich die Autoschlange bis nach Laichingen hineingezogen hat.
Laut Aussage der Polizei und Security ist das Festival friedlich verlaufen und es gab keinerlei Zwischenfälle die Erwähnenswert wären. Die Zusammenarbeit mit dem Veranstalter, Polizei und Security waren auf höchst Professionellem Niveau. "Und darüber ist man froh", sagt der Pressesprecher des Flugsportvereins Nicolai Happel und er führt weiter fort: "Wir haben nicht nur ein Festival erlebt was absolut friedlich abgelaufen ist, sondern wir haben Besucher erlebt die unheimlich viel Spaß hatten. Die gute Laune blieb sogar, als es am Samstag anfing zu regnen. Wir haben Besucher erlebt die den Musikverein Laichingen gefeiert haben wie Rockstars und das ist großartig. Das ist der Beweis dafür, dass Deutschrock über Musikgrenzen hinausgeht."
Und es gab noch weitere positive Stimmen der Besucher des Rockfestivals. Viele Besucher kamen auf den Flugsportverein zu und haben sich sehr positiv über die Laichinger Gemeinde geäußert. Genauer über den Einzelhandel. Man sei überall positiv und nett behandelt worden, das ist deutlich aufgefallen. Besucher haben berichtet, dass sie in einer Bäckerei angesprochen wurden wegen dem Festival und man sich freue, dass sie zum Einkaufen nach Laichingen kommen.
N. Happel, der daraufhin diverse Einzelhändler in Laichingen besucht hat, kann das absolut bestätigen: "Ich wollte wissen wie Rock-Deine-Leben beim Einzelhandel angekommen ist. Und ich habe nur positives gehört, keiner, der negative Erfahrungen mit den Besuchern des Festivals gemacht habe und ich persönlich finde das großartig. Mehrere Einzelhändler sagten ganz direkt man möchte mehr Besucher in der Stadt haben". Der Flugsportverein ist Stolz auf Laichingen, dass die Stadt und die umliegenden Gemeinden, Rock-Deine-Leben so angenommen haben.
Der FSV möchte sich auch an der Stelle bei den Bauern bedanken, welche Ihre Wiesen zur Verfügung gestellt haben.
Inzwischen sind das Flugplatzgelände und die umliegenden Areale vom Veranstalter gereinigt und sauber übergeben worden, so dass der Flugbetrieb wiederaufgenommen werden konnte. Die nächste Veranstaltung ist das Flugplatzfest, welches am 08. September stattfindet. Dann heißt es, Heavy Metal in der Luft und nicht auf der Bühne.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
© Frank Herzog-Aero-Ar
Bericht: Nicolai Happel, Bild: Udo Hettrich

Ferienprogramm der Stadt Laichingen “Der Traum vom Fliegen”

03.08.2019:

"Delta Lima doppelsitzig, abflugbereit am Südseil, Fluglehrer Sebastian Klein, Passagier Ellen Hepp" spricht Sebastian Klein in sein Mikrofon des Hochleistungsseglers des Flugsportvereins Laichingen. Seine Passagierin ist Ellen Hepp, eine der Jugendlichen, die beim Sommerferienprogramm der Stadt Laichingen teilnehmen.
Der Flugsportverein Laichingen nimmt jedes Jahr am Ferienprogramm der Stadt Laichingen teil, bei dem Jugendliche von 12-18 Jahren einen Tag auf dem Flugplatz erleben können. Dabei fliegen die Jugendlichen mit einem erfahrenen Piloten in einem Segelflugzeug und einer Motormaschine. Der Tag klingt dann mit gemeinsamen Grillen aus.
Der Flugleiter meldet zurück: "Delta Lima, verstanden." Und gibt die Daten des Flugzeuges sowie die Anzahl der Passagiere an die Winde weiter. Sekunden später wird das 5 mm starke und 1000 Meter lange Schleppseil von der Winde und deren leistungsgesteigerten 480 PS starken Bigblock angezogen. Sowie das Schleppseil straff ist, gibt der Windenfahrer Vollgas. Der V8 brüllt auf, als der 410 Kilo schwere Hochleistungssegler in 3 Sekunden von 0 auf 80 km/h beschleunigt wird. Die Delta Lima hebt ab und der Pilot Klein bringt das Flugzeug in einem flachen Winkel auf eine Sicherheitshöhe von 50 Meter, um dann den Hochleistungssegler steil nach oben zu ziehen, um die Maximalhöhe zu erreichen. Dabei ist der Zug auf die Winde so stark, dass der 480 PS Big Block ins Schwitzen kommt. In 450 Meter Höhe, über dem Flugplatz, löst sich das Schleppseil von alleine und dann wird es ruhig in der Delta Lima.
"Du kannst jetzt das Steuer übernehmen, aber keine Angst, ich bleibe mit dran". sagt Klein zu Ellen Hepp. Routine für den Fluglehrer Klein, der ansonsten die Flugschüler des FSV ausbildet. Ellen Hepp macht ihren Job da oben im Cockpit gut, so dass Klein nur minimal korrigieren muss. Leider ist das Wetter nicht optimal, so dass es nur schwer ist, geeignete Warmluft zu finden, die dem Flugzeug ermöglicht zu steigen. Nach der Landung wechselte der Pilot, und Robin Enderle, der eine Kunstflugberechtigung hat, durfte Ellen begleiten. Beim zweiten Flug gelingt es Enderle so hoch zu steigen, dass er auf Wunsch seiner Passagierin noch einen Looping drehen kann.
Nach erfolgter Landung ist im Gesicht von Ellen ein breites Grinsen zu sehen, was gar nicht mehr aufhören möchte. Auf die Frage, wie es war und was am schönsten war, antwortet sie: "Der Start und der Looping waren am allerbesten und jetzt bitte das ganze nochmal". Und schon wird die Haube wieder geschlossen, das Schleppseil eingeklinkt und Pilot Enderle meldet: "Delta Lima doppelsitzig, abflugbereit am Südseil."

Bericht: Nicolai Happel

Juli

Die Romeo Lima ist wieder zu Hause

"Endlich ist sie wieder da, unsere Romeo Lima (RL). Und schön ist sie geworden." sagt Lennart Lützel einer der jüngsten Flugschüler des Flugsportverein Laichingen.
Was Lennart meint ist das Schulungsflugzeug ASK 21 mit dem Wettbewerbskennzeichen RL (Romeo Lima). Neu lackiert, mit roten Streifen am Rumpf und an den Flügelenden steht sie vor ihm. Die RL hat nun schon etwas mehr als 30 Jahre auf den Flügeln und wurde nun vom Flugsportverein Laichingen grundüberholt. "Sicherheit steht an oberster Stelle, so war es klar, dass die RL nach über 14.000 Starts / Landungen und 4000 Stunden generalüberholt wird. Ist sie doch unser Arbeitstier für die Flugschülerausbildung. Die RL ist einfach eines der robustesten Segelflieger für die Ausbildung und voll kunstflugtauglich ist sie zudem auch noch", berichtet Bernd Mangold, Werkstattleiter des Vereins. Er berichtet weiter: "Wir haben die RL im Grunde wie die großen Airliner beim großen Check komplett ausgekernt, haben ihr den Lack runter schleifen lassen und neu lackiert. Nun wird sie noch mit einem neuen Cockpit ausgestattet, alle Instrumente wieder eingebaut, alles geprüft und dann kann sie wieder in den aktiven Flugdienst für die Flugschüler gehen." Die elf Flugschüler und acht ehrenamtliche Fluglehrer des Flugsportvereines haben die RL deutlich vermisst in den 12 Wochen in denen sie nicht zur Verfügung stand. "Wir haben uns in der Zeit mit anderen Schulungsflugzeugen von Nachbarvereinen beholfen, mit denen man übrigens ein sehr gutes, freundschaftliches Verhältnis habe, um unsere Flugschüler weiter zu lehren und zu fördern", sagt Sebastian Nübling, Ausbildungsleiter des Vereins und er führt weiter aus: "Wir sind stolz darauf, dass wir eine Prüfungs-Quote von 100% haben. Bei uns ist noch keiner durch die Flugprüfung gefallen. Alle Fluglehrer arbeiten bei der Ausbildung nach einem strengen Regelwerk der Luftfahrt und Hand in Hand. Dabei ist es für uns Fluglehrer extrem wichtig ein Schulungsflugzeug zu haben, was einerseits leicht zu fliegen ist, Fehler des Flugschülers verzeiht und andererseits robust genug ist, auch mal nicht so schöne Landungen einzustecken. Alle diese Eigenschaften hat unserer RL. Fliegen soll für unsere Jugend bezahlbar sein. Deshalb haben wir das Flatrate fliegen eingeführt. So kann der Jugendliche für extrem kleines Geld ein Jahr lang bis zu seinem 3. Alleinflug fliegen, ohne dass der Geldbeutel belastet wird." Nübling schmunzelt und meint: "Ski fahren ist bestimmt teurer". Der Flugsportverein Laichingen macht viel für seine Jugend und das merkt man auch daran, dass in diesem Jahr vom 16.08. bis 25.08. wieder ein Fluglager mit dem Verein aus Eutingen stattfindet. In dieser Zeit werden die Flugschüler komplett betreut und natürlich auch verköstigt, alles mit Mitgliedern die ehrenamtlich tätig sind. Für die Flugschüler arbeiten in der Zeit: Fluglehrer, Windenfahrer, Flugleiter und die guten Seelen in der Küche, die für das leibliche Wohl sorgen.
Danny Smialy, Jugendleiter dazu: "Wir planen das Fluglager schon weit im Voraus. Ziel des Fluglagers ist es, dass die Flugschüler viel fliegen, fliegen, fliegen und viel Spaß haben."
Fliegen lernen kann man übrigens in jedem Alter. Wer Lust hat das Fliegen zu lernen oder einfach mal einen Schnupperflug zu machen, soll sich einfach bei uns melden
Geflogen wird dann bestimmt mit der "nagelneuen" Romeo Lima.

Bild und Bericht: Nico Happel

Juni

Das Hallendach muss weg!

Wie ein Hühnchen im Backofen bei Ober-/Unterhitze fühlte es sich an, auf dem Dach langsam aber sicher durchgebacken zu werden. Doch die fleißigen Arbeiter gaben trotzdem nicht auf. Anfangs wurde noch versucht mit Köpfchen möglichst effizient und schnell zu arbeiten. Doch schon nach kurzer Zeit war klar, dass das nicht den gewünschten Effekt bringen würde. Schön nach dem Motto "was nicht mit Gewalt geht, geht mit mehr Gewalt" wurde das Dach dann langsam abgedeckt. Mit Brecheisen, Hammer und roher Gewalt kroch man dem Ziel immer weiter entgegen. Nachdem die Westseite des Daches abgedeckt war, kam die Ostseite dran. Glücklicherweise stieg die Anzahl der helfenden Hände, die noch voller Energie und enthusiastischer Gewaltbereitschaft (natürlich nur gegenüber dem Dach) mithelfen konnten. Irgendwann war es dann wie am Fließband. Ein Blech nach dem anderen flog mit einer geschätzten Gleitzahl von 1:Plumps steil in Richtung Boden. Pünktlich um 20 Uhr waren dann nicht nur alle Arbeiter fertig, sondern auch der Leberkäse, der sehnsüchtig erwartet wurde. Niemand hatte damit gerechnet, dass man am Freitagabend schon fertig sein würde!

Bericht: Robin Enderle, Bild: Frank Schmidt, Walter Striebel

Mai

Rundflug als Dankeschön und ein Beispiel welche Facetten erfolgreiche Integration haben kann

Beim Festival „ROCK-DEIN-LEBEN“ hatte Veranstalter Andy Kamm 5 Flüchtlinge in der Helfercrew, darunter auch zwei Mitarbeiter aus seiner Textildruckerei. Bei ROCK-DEIN-LEBEN 2018 wurden von diesen Helfern unter anderem über 7.000 Pfanddosen eingesammelt und der Erlös an bedürftige Menschen gespendet.
Peter Bleher, der erste Vorsitzende des Flugsportvereins fand die von den jungen Männern erbrachte Leistung während der drei Festivaltage so beeindruckend, dass er ihnen spontan einen Rundflug versprach. Die Einlösung des Versprechens dauerte eine Weile, aber jetzt war es so weit. Eine gute halbe Stunde lang flog Pilot Bleher mit seinen drei Gästen bei böigem Wind an der Alb entlang und zeigte seinen Mitfliegern von der Achalm bis zum Hornberg über Ulm die wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Hoch erfreut und mit einem strahlenden Lachen stiegen die Passagiere nach der Landung aus der vereinseigenen Fuji FA 200. Für die 3 Flüchtlinge, aber auch für Peter Bleher und Andy Kamm wird dieser Tag in besonderer Erinnerung bleiben.
Derzeit laufen die Vorbereitungen für das ROCK-DEIN-LEBEN Festival auf Hochtouren. Der Flugsportverein wird wieder die Besucher an der „Flieger-Bar“ mit Getränken versorgen, aber auch für das leibliche Wohl der Künstler wird wieder der Kochlöffel geschwungen. Wer kann denn schon seinen Bekannten erzählen, dass „Doro“, „Frei.Wild“, die „Draufgänger“ oder andere Musiker der vielen anderen Bands seine Kochkünste genießen durften?
Und was meinten die 3 jungen Männer aus Togo? „Klar sind wir wieder dabei wenn es heißt „ROCK-DEIN-LEBEN“ in Laichingen“!
Beim Flugsportverein selbst gibt es übrigens keine Festival Tickets zu erwerben. Für Besucher aus Laichingen und den umliegenden Gemeinden bietet der Veranstalter vergünstigte Tickets an folgenden Vorverkaufsstellen an:

  • Café Max, Weberstr 11, 89150 Laichingen
  • Kaiser Brauerei (im Büro), Schubartstr. 24/26, 73312 Geislingen
  • Café Jasmin, Feldstetter Strasse 53, 89150 Laichingen
  • Kaiser Brauerei (im Büro), Schubartstr. 24/26, 73312 Geislingen
  • Getränke Oase Fuchs, Hauptstr. 10, 89604 Allmedingen
  • Getränke Oase Fuchs, Meergäßle 8, 89180 Berghülen
  • Getränke Oase Fuchs, Rosengasse 10, 89188 Merklingen

Bericht: Alfred Schosser, Bild: Peter Bleher

Kunstfluglehrgang

Video: Robin Enderle

April

März

Flugsportverein im Aufwind

Bei der Mitgliederversammlung des Flugsportvereins Laichingen e.V. gab es so manche Überraschung.
Zunächst begrüßte der Vorsitzende Hans-Peter Bleher mit seinen Vorstandskollegen Alfred Schosser und Walter Striebel Klaus Kaufmann, den Bürgermeister der Stadt Laichingen. Ebenfalls begrüßte er die Ehrenmitglieder und Mitglieder des FSV. Sein besonderer Dank galt den Vereinsmitgliedern für ihre Loyalität und für das große Vertrauen, das sie dem Vorstand entgegenbringen. Damit stärken sie dem Vorstand in so mancher schwierigen Situation den Rücken. "Es tut gut zu wissen, 69 aktive Mitglieder hinter sich stehen zu haben, das gibt Kraft und Halt und macht uns als Vorstände und Verein stark", erzählt Bleher nach der Veranstaltung.
Diesen ganz besonderen Spirit spürte man über die gesamte Mitgliederversammlung.
Genau dies bestätigte auch Klaus Kaufmann, der die Gelegenheit zu einer kurzen, direkten und charismatischen Ansprache nutzte. Er betonte, dass der FSV-Laichingen mit seinen 228 aktiven und fördernden Mitgliedern, einer der Vorzeigevereine in Laichingen ist. Klaus Kaufmann: "Man spürt, dass der Verein eine Einheit ist und das ist schon sehr beeindruckend".
In Gedenken an den Verstorbenen Bernd Schmid erhoben sich respektvoll alle Mitglieder für eine Schweigeminute. Bernd Schmid war über 60 Jahre Mitglied im Verein und hinterlässt als Person eine Lücke im Verein.
Die Anzahl der Starts und Landungen am Jakob-Laur-Flugplatz stieg im Jahr 2018 auf 2300. Die Anzahl der Flug-Stunden auf beachtliche 1685.
Eberhard Laur, Präsident des Baden-Württembergischen Flugsportverbandes e.V. und Sohn des Gründungs-Mitgliedes und Namensgeber des Jakob-Laur-Flugplatzes ehrte die Mitglieder Karl-Heinz Knauer, Heinz Schütt und posthum den im Februar leider verstorbenen Bernd Schmid mit der silbernen Wolf-Hirth-Medaille des Baden-Württembergischen Luftsportverbandes. Jürgen Bauermeister und Eberhard Laur erhielten die Ehrennadel des Verbandes für besondere Verdienste als Fluglehrer. Geehrt für ihre langjährige Mitgliedschaft im FSV wurden Lothar Pöhler (60 Jahre), Karl Heinz Sonntag (40 Jahre), Hans-Peter Bleher (40 Jahre) und Ernst Unfried (25 Jahre).
Der Vorstand wurde neu gewählt. In einer offenen Wahl wurde Hans-Peter Bleher zum 1. Vorsitzenden, Walter Striebel zum 2. Vorsitzenden und Alfred Schosser zum 3. Vorsitzenden von den Mitgliedern einstimmig gewählt. Die Mitglieder des Beirates wurden an diesem Abend ebenfalls neu gewählt. Nach einer geheimen Wahl standen die Beiratsmitglieder fest. Diese sind: Sebastian Nübling, Gerhard Geppert, Jürgen Kohn, Bernd Schmidt, Marcus Kohn, Michael Sonntag, Bernd Mangold und Danny Smialy. Nicolai Happel ist der neue Pressewart des Vereines und wird alle Organe unterstützen.
In diesem Jahr wird wieder die Veranstaltung Rock dein Leben stattfinden. Der Vorstand erwähnte hierbei ausdrücklich vor Kaufmann und den Mitgliedern, dass auf Nachfrage bei der Bundesprüfstelle keine Werke der Musikgruppen von der aktuellen Besetzungsliste auf dem Index steht. Alle Mitglieder stehen wieder einstimmig hinter der Veranstaltung. Rock dein Leben war im letzten Jahr erfolgreich und vom Veranstalter perfekt durchorganisiert.

Bericht: Nico Happel, Bild: Danny Smialy

Turnen in 2500 Meter Höhe

Turnen nennen es die Segelkunstflieger, wenn sie ihre Loopings und andere Figuren am Himmel fliegen. Vom 23. bis 31.03.2019 findet ein Segelkunstfluglehrgang am Jakob-Laur-Flugplatz Laichingen statt. Zuschauer sind gerne gesehen und können das Geschehen von der Terrasse des Clubheimes beobachten. Bitte den regulären Anfahrtsweg des Flugplatzes benutzen und keinesfalls das Fluggelände befahren oder betreten. Um Kunstflug ausüben zu können, werden die Segelflugzeuge von einem Motorflugzeug auf die erforderliche Höhe geschleppt. Die Piloten sind angewiesen, Ortschaften zu meiden und nicht zu überfliegen. Wichtiger Bestandteil des Lehrganges ist ein speziell dafür abgesperrter Bereich. Diese sogenannte Kunstflugbox ist ein Würfel mit einer Kantenlänge von je einem Kilometer. Die Kunstflugbox befindet sich über dem Wald zwischen Skilift Laichingen und Flugplatz Laichingen („Buch“). „Für den Segelkunstfluglehrgang konnten wir drei externe Fluglehrer gewinnen, die für Nachwuchs in der Segelkunstflugszene sorgen. Diese arbeiten allesamt ehrenamtlich. Nicht selten sind aus solchen Lehrgängen Segelkunstflieger entstanden, die an nationalen und internationalen Meisterschaften teilnehmen“, betont Peter Bleher, erster Vorsitzender des Flugsportvereins Laichingen. Jochen Frieß, selbst langjähriger Kunstflieger und Fluglehrer bemerkt dabei: „Segelkunstflug dient nicht nur als Showelement bei Flugveranstaltungen und erlaubt es den Aspiranten zukünftig an Wettbewerben und Meisterschaften mitzufliegen, sondern befähigt die Piloten auch zum Beherrschen des Flugzeuges in allen erdenklichen Fluglagen. Dabei tasten sich die Flugschüler mit ihren Lehrern an Flugzustände heran, die Mensch und Maschine alles abverlangen. Selbstverständlich steht die Sicherheit dabei an absolut erster Stelle.“ Michael Sonntag wird das Ausbilder-Team unterstützen. Als langjähriger Segelfluglehrer und Kunstflieger will er zugleich die Lehrberechtigung für die Ausbildung zum Segelkunstflug erwerben. Er war es auch, der gemeinsam mit Organisator Sebastian Nübling bei der zuständigen Luftfahrtbehörde alle Genehmigungen einholte. Acht Schüler haben sich für den Lehrgang angemeldet, übrigens allesamt gestandene Flieger mit viel Erfahrung. Segelkunstflug ist nichts für Anfänger. Die Bundeskommission für Segelkunstflug empfiehlt mindestens 100 Stunden im Cockpit als verantwortlicher Pilot und mindestens 120 Landungen. In aller Regel haben die Kunstflug-Aspiranten ein Vielfaches dessen was mindestens gefordert ist. Segelkunstflug ist in Deutschland eher eine Randsportart. Das hängt vielleicht damit zusammen, dass der zeitliche und finanzielle Aufwand für ein Mitmischen im Spitzensport sehr hoch ist. Die letzte Deutsche Meisterschaft im Segelkunstflug fand übrigens in Hayingen statt und war eine Erfolgsgeschichte für sich. Loopings, Turns, Auf- und Abschwünge, Rückenflüge, senkrecht nach unten, senkrecht nach oben, Trudeln und noch viel mehr, all das wird zu sehen sein am Flugplatz Laichingen. Sie sind herzlich willkommen!

Blick auf Laichingen mal anders herum
Kunstflugbox
Bild und Bericht: Nico Happel

Modellflugzeuge für Jedermann

Wer kennt das nicht, wenn einem eine Idee nicht mehr aus dem Kopf gehen will. Stundenlanges überlegen ob die Idee, die einem im Kopf geistert, überhaupt machbar ist. Bis man zu einem Punkt kommt, bei dem man entscheidet es einfach zu versuchen. Meine Idee war, mit ein paar Mausklicks ein Modellflugzeug zu erzeugen. Im Internet geht das natürlich schon lange. Schnell mal auf "Kaufen" gedrückt und drei Tage später, ist der Flieger da. Nein so war die Idee natürlich nicht gedacht. Viele Modellflieger vor allem die Modellbauer von früher kennen den Vorgang Modellflugzeuge mit einem heißen Draht aus Styropor zu schneiden. Der Draht hat einen erhöhten elektrischen Widerstand, der die Stromenergie in Wärmeenergie umwandelt. Somit kann man also Formen aus Styropor ausschneiden. Mit dieser Technik soll meine Idee funktionieren. Also habe ich ein Holzgestell gebaut und einen geeigneten Draht bestellt. Mit 12V hatte ich dann 2,5A, was den Draht auf eine gute Temperatur brachte. Die ersten Schnittversuche liefen gut. Wenn das jetzt noch alles Automatisch gehen würde, wäre es noch cooler!
Also gings ans Konstruieren. Mir wurde aber schnell klar, dass ich allein nicht ans Ziel kommen würde. Glücklicherweise wusste ich, dass Valentin Kübler konstruieren kann. Er hat mir dann die Grundfunktionen des Konstruktionsprogramms gezeigt und immer geholfen, wenn ich nicht mehr weiterwusste. Als dann nach Monaten Konstruktionsarbeit die ersten Teile von Marcus Mattheis und Hans-Dieter Salzmann 3D-gedruckt wurden, war die Software an der Reihe. Als Steuercontroller wollte ich einen "Arduino" nehmen. Das ist ein recht günstiger Microcontroller, der komplett selbst programmiert werden kann. Mit Vincent Langenohl und Kevin Schmidt haben wir dann zusammen die Software zum Laufen bekommen. Nach weiteren Wochen des Zusammenbauens und Optimierung war es dann soweit. Die Maschine machte die ersten Bewegungen. Nachdem Valentin Luft und Raumfahrt studiert, wollten wir unseren ersten Flieger gleich selbst entwerfen. Also Konstruierte er mit vielen Stunden Aufwand einen Nurflügler. Flügelgeometrie, Flügelprofile, Schränkung usw. wurden auf unsere erwünschten Flugeigenschaften angepasst. Durch einige Simulationen am Computer stand irgendwann fest: "Er sollte fliegen". Kevin und ich haben beschlossen, dass wir gleich zwei Flugzeuge bauen. Entweder fliegen beide oder eben keins. Nach etlichen Kalibrierungsschnitte und Temperaturanpassungen war das Schneidprogramm für den neuen Dogfighter mit dem Namen "Arrowfighter" fertig. Wir konnten es kaum noch erwarten und haben den Flieger schnellstmöglich zusammengebaut. Nach ein paar Wurfversuchen und Schwerpunktjustierungen flog der Flieger zu unserer Überraschung erstaunlich gut. Wir haben zwar mit einem fliegenden Flugzeug gerechnet (oder eher gehofft), aber dass es gleich so gut fliegen sollte, haben wir nicht gedacht. Das Ding macht richtig Laune! Diesen Spaß wollten wir mit allen teilen. Also haben wir beschlossen, mit der Maschine eine Serienproduktion des Fliegers zu starten. Nach kurzem Rumfragen haben gleich 11 Leute vom Flugplatz einen Flieger bestellt.
Und somit kommen wir zum gestrigen Tag (16.03.2019). Der Erste Termin, die in Serie geschnittenen Flieger zusammen zu bauen. Marcus Mattheis, Nico Happel, Marcus und Matthias Hausmann sind der Einladung gefolgt. Marcus Mattheis und Nico Happel mussten leider etwas früher gehen aber der Flieger war größtenteils fertig aufgebaut. Marcus und Matthias Hausmann haben bis zum Schluss durchgehalten, sodass sie am Ende des Tages noch einen Erstflug wagen konnten. 30km/h Wind war vielleicht nicht das Beste Wetter ein Flugzeug einzufliegen, aber er flog wie erwartet trotzdem problemlos. Wir hoffen, dass wir bald die restlichen Flieger an den Mann bringen können und somit bald überall unsere Arrowfighter rumfliegen. Der Baumarkt hatte jedenfalls einen erhöhten Styroporverkauf.
Ein Video des Baufortschritts der Maschine gibt es hier
Ein Video wie die Maschine schneidet gibt es hier
Abschließend möchte ich noch sagen, dass ich echt begeistert bin was wir alle zusammen auf die Beine gestellt haben. Ein Tolles Projekt das uns und hoffentlich allen Arrowfighter-Besitzern sehr viel Spaß bereitet hat!

Bild und Bericht: Robin Enderle

Einladung zur Mitgliederversammlung

Alle aktive und passive Mitglieder des Flugsportverein Laichingen e.V. sind herzlich zur Mitgliederversammlung am Freitag, 22.03. 2019 um 20 Uhr im Gasthaus Rössle eingeladen.

  1. Jahresbericht des Vorstands und Ehrungen
  2. Kassenbericht 2018 und Rechnungsabschluss
  3. Bericht des Rechnungsprüfers
  4. Entlastung des Vorstands
  5. Wahlen des Vorstands, Beirats, Jugendleiters und Rechnungsprüfers
  6. Festsetzung der Beiträge und Gebühren
  7. Veranstaltungen und Vorhaben 2019
  8. Bekanntgaben, Anfragen, Verschiedenes


Der Vorstand

Februar

Winterarbeiten auf dem Flugplatz

15.02.2019:

Beim Flugsportverein beschäftigt sich der Werkstattdienst mit den Winterarbeiten. Der ganze Maschinenpark wird gewartet und wenn notwendig repariert. Alle Flugzeuge erhalten ihre jährliche Pflege. Dabei kommen die unterschiedlichen Fähigkeiten der Mitglieder zum Tragen. Für die Reinigung der langen, im vorderen Bereich nicht abnehmbaren Haube des Kestrel eignen sich schlanke, gelenkige Menschen besonders gut. Torben ist so jemand - der musste also so gut er konnte in das Cockpit kriechen und putzen. Die ausgebrauchte Doppelfeinrippunterwäsche ist dabei das passende Werkzeug. Nun glänzt der auf den Namen "Jakob Laur" getaufte Flieger wieder innen und außen.

Bild und Bericht: Karle 3

Dreharbeiten am Jakob-Laur-Flugplatz

Im letzten Herbst bekam der FSV eine Anfrage von Studenten der Filmakademie Ludwigsburg. Die Studierenden Marcus (Produktion), Eva (Regie) und Aufnahmeleiter
Tin waren auf der Suche nach einem großen Raum, der auch Elemente aus der Fliegerei enthalten sollte. Zudem musste der Hangar die Möglichkeit zur Verdunkelung bieten. Genau diese Forderung stellte sich am Drehtag als große Schwierigkeit heraus. War doch ausgerechnet der ausgewählte Termin am letzten Januartag einer der sonnigsten Tage des ganzen Monats. Zusätzliche Widrigkeiten waren die Schneeanhäufungen rund um die Halle, weil die Fenster in fünf Meter Höhe von außen abgedunkelt werden mussten. Endlich herrschte die gewünschte Nacht und die Herren für Spezialeffekte erzeugten mit Hilfe von Glycerin und Mehl den Dunst für eine mystische Stimmung. Minustemperaturen um die fünf Grad in der Halle mussten Szenenbauer, Beleuchter, Kamerabühnenbauer, Kostümbildnerin, Maskenbildnerin und alle ihre Assistenten mit Einsatz von vielen Kleidungsstücken nach dem Zwiebelprinzip und gelegentlichen kleinen Aufwärmpausen im Clubheim begegnen. Für die Schauspielerin Elena hatte unser Flugzeugtechnik-Spezialist Gerhard geschwind eine heizbare Fußplatte entwickelt und sie wurde zudem während ihrer ewigen Wartezeiten mit Wärmeflaschen versorgt. Letztendlich dauerten die Arbeiten von Sonnenaufgang bis weit in den Abend hinein. Noch weitere drei Drehtage in der Stuttgarter Innenstadt sind jetzt geplant, dann geht es zur Bearbeitung ins Studio. Der Flugsportverein wünscht den Studenten eine gute Bewertung ihrer Arbeit „Changing Altitude“ und viel Erfolg beim weiteren Studium!

Damit man den Überblick nicht verliert
Jodel im Kunstnebel
Kamera-Erhöhung
Kameramann und Assistent
Still steht die Schauspielerin
Bild und Bericht: Alfred Schosser

Januar

Ehrung für Weltmeister Marcus Hausmann beim Neujahrsempfang

Musiker, Judo-Sportler, Mountainbiker, Bogenschützen, Ropeskipper, Leichtathleten und andere Sportler wurden beim Neujahrsempfang der Stadt Laichingen am Dreikönigstag von Bürgermeister Klaus Kaufmann für herausragende Leistungen geehrt. Mit dabei war auch „unser“ Weltmeister Marcus Hausmann. Marcus hat mit seinem Modell einer Stampe SV 4 C letzten Sommer in der Schweiz den Titel geholt. In der Klasse F4H werden Modelle gebaut, die möglichst genau einem in der Realität vorhandenen Flugzeug entsprechen sollen. Gewertet wird im Wettbewerb die Bauausführung zu zwei Dritteln und der Wettbewerbsflug zu einem Drittel. Dabei muss das Modell die selben Flugfiguren beherrschen und vorfliegen, für die auch das Original zugelassen ist. Das Vorbild für die Stampe von Marcus wird in Riedlingen von Volker Seeger betrieben. Beim letzten Flugplatzfest waren beide Flugzeuge in der Luft zu sehen.
Umrahmt wurde der Neujahrsempfang vom Musikverein Suppingen, dem Frauenchor A-CHORd, den Sternsingern und den Turnern vom TSV Laichingen.

Bericht: Alfred Schosser, Bild: Peter Bleher