FSV Laichingen e.V.

Die Romeo Lima ist wieder zu Hause

"Endlich ist sie wieder da, unsere Romeo Lima (RL). Und schön ist sie geworden." sagt Lennart Lützel einer der jüngsten Flugschüler des Flugsportverein Laichingen.
Was Lennart meint ist das Schulungsflugzeug ASK 21 mit dem Wettbewerbskennzeichen RL (Romeo Lima). Neu lackiert, mit roten Streifen am Rumpf und an den Flügelenden steht sie vor ihm. Die RL hat nun schon etwas mehr als 30 Jahre auf den Flügeln und wurde nun vom Flugsportverein Laichingen grundüberholt. "Sicherheit steht an oberster Stelle, so war es klar, dass die RL nach über 14.000 Starts / Landungen und 4000 Stunden generalüberholt wird. Ist sie doch unser Arbeitstier für die Flugschülerausbildung. Die RL ist einfach eines der robustesten Segelflieger für die Ausbildung und voll kunstflugtauglich ist sie zudem auch noch", berichtet Bernd Mangold, Werkstattleiter des Vereins. Er berichtet weiter: "Wir haben die RL im Grunde wie die großen Airliner beim großen Check komplett ausgekernt, haben ihr den Lack runter schleifen lassen und neu lackiert. Nun wird sie noch mit einem neuen Cockpit ausgestattet, alle Instrumente wieder eingebaut, alles geprüft und dann kann sie wieder in den aktiven Flugdienst für die Flugschüler gehen." Die elf Flugschüler und acht ehrenamtliche Fluglehrer des Flugsportvereines haben die RL deutlich vermisst in den 12 Wochen in denen sie nicht zur Verfügung stand. "Wir haben uns in der Zeit mit anderen Schulungsflugzeugen von Nachbarvereinen beholfen, mit denen man übrigens ein sehr gutes, freundschaftliches Verhältnis habe, um unsere Flugschüler weiter zu lehren und zu fördern", sagt Sebastian Nübling, Ausbildungsleiter des Vereins und er führt weiter aus: "Wir sind stolz darauf, dass wir eine Prüfungs-Quote von 100% haben. Bei uns ist noch keiner durch die Flugprüfung gefallen. Alle Fluglehrer arbeiten bei der Ausbildung nach einem strengen Regelwerk der Luftfahrt und Hand in Hand. Dabei ist es für uns Fluglehrer extrem wichtig ein Schulungsflugzeug zu haben, was einerseits leicht zu fliegen ist, Fehler des Flugschülers verzeiht und andererseits robust genug ist, auch mal nicht so schöne Landungen einzustecken. Alle diese Eigenschaften hat unserer RL. Fliegen soll für unsere Jugend bezahlbar sein. Deshalb haben wir das Flatrate fliegen eingeführt. So kann der Jugendliche für extrem kleines Geld ein Jahr lang bis zu seinem 3. Alleinflug fliegen, ohne dass der Geldbeutel belastet wird." Nübling schmunzelt und meint: "Ski fahren ist bestimmt teurer". Der Flugsportverein Laichingen macht viel für seine Jugend und das merkt man auch daran, dass in diesem Jahr vom 16.08. bis 25.08. wieder ein Fluglager mit dem Verein aus Eutingen stattfindet. In dieser Zeit werden die Flugschüler komplett betreut und natürlich auch verköstigt, alles mit Mitgliedern die ehrenamtlich tätig sind. Für die Flugschüler arbeiten in der Zeit: Fluglehrer, Windenfahrer, Flugleiter und die guten Seelen in der Küche, die für das leibliche Wohl sorgen.
Danny Smialy, Jugendleiter dazu: "Wir planen das Fluglager schon weit im Voraus. Ziel des Fluglagers ist es, dass die Flugschüler viel fliegen, fliegen, fliegen und viel Spaß haben."
Fliegen lernen kann man übrigens in jedem Alter. Wer Lust hat das Fliegen zu lernen oder einfach mal einen Schnupperflug zu machen, soll sich einfach bei uns melden
Geflogen wird dann bestimmt mit der "nagelneuen" Romeo Lima.

Bild und Bericht: Nico Happel

Das Hallendach muss weg!

Wie ein Hühnchen im Backofen bei Ober-/Unterhitze fühlte es sich an, auf dem Dach langsam aber sicher durchgebacken zu werden. Doch die fleißigen Arbeiter gaben trotzdem nicht auf. Anfangs wurde noch versucht mit Köpfchen möglichst effizient und schnell zu arbeiten. Doch schon nach kurzer Zeit war klar, dass das nicht den gewünschten Effekt bringen würde. Schön nach dem Motto "was nicht mit Gewalt geht, geht mit mehr Gewalt" wurde das Dach dann langsam abgedeckt. Mit Brecheisen, Hammer und roher Gewalt kroch man dem Ziel immer weiter entgegen. Nachdem die Westseite des Daches abgedeckt war, kam die Ostseite dran. Glücklicherweise stieg die Anzahl der helfenden Hände, die noch voller Energie und enthusiastischer Gewaltbereitschaft (natürlich nur gegenüber dem Dach) mithelfen konnten. Irgendwann war es dann wie am Fließband. Ein Blech nach dem anderen flog mit einer geschätzten Gleitzahl von 1:Plumps steil in Richtung Boden. Pünktlich um 20 Uhr waren dann nicht nur alle Arbeiter fertig, sondern auch der Leberkäse, der sehnsüchtig erwartet wurde. Niemand hatte damit gerechnet, dass man am Freitagabend schon fertig sein würde!

Bericht: Robin Enderle, Bild: Frank Schmidt, Walter Striebel
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