FSV Laichingen e.V.

Jahresabschluss mit Rehessen beim FSV

08.12.2018:

Am vergangenen Samstag waren Vereinsmitglieder, Angehörige und Freunde des Flugsportvereins Laichingen e. V. zum Jahresabschluss eingeladen. Mehr als 110 Personen waren gekommen und wurden vom Team der "Sonne" wie immer hervorragend verköstigt. Der erste Vorsitzende Hans-Peter Bleher begrüßte die Gäste und bedankte sich bei allen Helferinnen und Helfern, extra auch bei denjenigen, die im Verein gar nicht Mitglied sind, aber trotzdem gerne und zuverlässig bei Flugplatzfest und Drachenfest helfen. Bleher dankte allen Mitgliedern für ihre Mitarbeit, dem Jagdpächter für die Spende eines Rehs, dem technischen Team für die Instandhaltung der Flugzeuge und Fahrzeuge, den Wirtschaftdiensten, den Fluglehrern, Windenfahrern, Flugleitern und natürlich allen, die auf sonstige Weise den Verein am Laufen halten. Fluglagerbetreuerin Claudia Meindl und die Ehefrauen der drei Vorstände erhielten aus den Händen von Jugendleiter Danny Smialy einen Blumenstrauß. Alfred Schosser gab einen kurzen Rückblick auf die Flugsaison. Weltmeister wurde Marcus Hausmann mit seinem Doppeldecker-Flugmodell "Stampe". Die Bundesliga-Segelflieger konnten sich in der ersten Liga nach 19 Runden auf einem 17. Rang behaupten und mussten während der Saison keine Angst vor dem Abstiegsgespenst haben. An Wettbewerben teilgenommen haben Peter Nübling und Sebastian Klein. Sie flogen beim Qualifikationswettbewerb zur Deutschen Meisterschaft in Erbach mit und schnitten sehr gut ab. Seine Pilotenlizenz hat Danny Smialy erhalten und den ersten Alleinflug mit A-Prüfung schaffte Vincent Langenohl. Walter Striebel berichtete vom Flugplatzfest, Drachenfest und vom großen Festival "Rock dein Leben". Dieses Festival war trotz der im Vorfeld geäußerten Bedenken bei bester Stimmung und ohne Probleme über die Bühne gegangen. Viele Besucher sowie Beteiligte wünschen sich eine Wiederholung. Eine Folge des Festivals war auch, dass sich Verein und Grundstücksanlieger mehrfach zusammen setzten und ihre Kontakte intensiviert haben. Später erschien zur Überraschung der Anwesenden plötzlich der Nikolaus mit einem großen Sack. Er hatte für alle Frauen ein mit Süßigkeiten gefülltes Päckchen dabei.
Zum Schluss nannte Peter Bleher das Jahr 2018 ein "sehr gutes Jahr, wie er es sich auch für 2019 wünschen würde".

Bericht: Alfred Schosser, Bild: Karle 3

Winterzeit ist Hangflugzeit

18.11.2018:

Im Winter ist auf Grund der tiefstehenden Sonne und der kurzen Tage kaum ein schöner Thermikflug möglich, jedoch kann bei entsprechendem Wind und gutem Wetter der Hangaufwind von den Segelfliegern genutzt werden.
Bereits am Freitag war die Wetterprognose für das Wochenende hervorragend und es wurde starker Ostwind vorhergesagt. So beschlossen die Piloten mit Altmeister Bernd Nübling, Jürgen Kohn und Kevin Schmidt mit Copilot Robert Oesterle, ihr Glück am Sonntag zu versuchen. Gegen Mittag sollte der Wind drehen, so dass ein früher Start von Vorteil sein sollte.
Pünktlich um halb 11 fanden sich die Piloten am Flugplatz ein und bauten die Flieger zum Start um halb 12 auf. Als erstes an der Teck war Jürgen, der auch gleich den Einstieg in eine kleine Welle fand.
Eine Welle ist ein Wetterphänomen, welches nur an Tagen mit starken Winden und örtlicher Gegebenheit auftreten kann.
Die anderen beiden Segelflieger hatten anfangs etwas Probleme genug Höhe zu tanken um in etwa 1300 msl den Anschluss an die Welle zu bekommen. Eine kurze und starke Ablösung mit bis zu 3 m/s brachte die Piloten auf 1400m und der Einstieg in die Welle war problemlos möglich. Es konnte langsam aber kontinuierlich auf 1800m gestiegen werden, da jedoch der Wind gegen 14 Uhr etwas nachließ, brach auch die Welle zusammen und alle flogen Richtung Heimat unter Hilfenahme des Motors.
Die 50 km/h Gegenwind mussten überwunden werden und ein Anflug bei diesen Verhältnissen mit nur geringer Sicherheit ist sehr riskant und es ist nicht sicher ob man den Flugplatz auch sicher erreicht. Ohne eine Außenlandung zu riskieren nahmen Kevin Schmidt mit Copilot Robert Oesterle den Motor bereits ab der Teck, da die Batterien bei den kalten Temperaturen von ca. -8°C nicht die volle Leistung hatten um den Motor schnell und sicher auszufahren. So hatte man noch die Option falls etwas nicht klappt mit ausgefahrenem Motor sicher in Dettingen oder Nabern zu Landen. Alles lief jedoch problemlos und der Motor konnte, zwar langsamer als sonst, aus- und wieder eingefahren werden. Am Flugplatz angekommen wurde erstmal die Kaffeemaschine in Betrieb genommen und bei einem süßen Stückchen, gesponsert von Marcus Kohn (danke hierfür nochmal), frische Energie getankt werden für den Abbau der Flieger.
Dies war hoffentlich noch nicht das Ende dieser grandiosen Segelflugsaison und es bleibt auf weitere tolle Hangflugtage zu hoffen. Natürlich sollen die tollen Eindrücke auch weitere Piloten anspornen.

Blick auf die Flugplätze im Umkreis: Dettingen, Nabern, Hahnweide und sogar der Flughafen von Stuttgart am linken oberen Bildrand. Im gleichen Kreis sieht man den Lahmen Alpha.
Blickrichtung Alpen, hier kann man die tolle Inversion erkennen
Steigen mit ca. 0,5 m/s bis auf 1800m in der Welle.
Bild und Bericht: Robert Oesterle
Weitere Artikel
Weitere Bundesliga Artikel