FSV Laichingen e.V.

Spontaner Flug

"Kommst du mit ne Runde mit der Dynamic drehen", fragte Robin.
"Klar, mal guck ob man die Alpen immer noch sieht".
Der auffrischende Wind hat Föhn ausgebildet.
Wir haben eine Strömung aus SüdWest von ca 60 km/h erflogen.
Dabei vergleicht man die Grundgeschwindigkeit des GPS mit dem Wert des Fahrtmessers.
So kann man den Windvektor abschätzen.
Die Berge waren schön anzusehen, Oberschwaben frei von Bodendunst.
Wunderhübsch anzuschaun waren auch die Wellenwolken ('Fische' aka AltoCumulus Lenticularis) über dem Schwarzwald.

Flugsportverein bereiten sich auf die neue Flugsaison vor

Zerlegt stehen sie da, die Segelflugzeuge und Motorflugzeuge des Flugsportverein Laichingen. Der Hintergrund ist einleuchtend, wenn man den Technischen Leiter, Bernd Mangold, des Flugsportvereines Laichingen fragt. Alle Flugzeuge werden über die Wintermonate gewartet. Dabei werden nicht nur bei den Segelflugzeugen die Flügel entfernt, sondern auch die Sitzwannen aus den Flugzeugen entnommen damit die Gestänge und Steuerseile sichtbar werden. Gerade den Gestängen und Steuerseilen gilt das Hauptaugenmerk der Mitglieder des Flugsportvereines. Ebenso werden die Außenhaut und Glasfaserverklebungen genauestens untersucht auf Risse. Diese Bauteile unterliegen einer ständigen Belastung beim Fliegen. Gestänge und Steuerseile verbinden den Steuerknüppel und Pedale mit den Seiten-, Quer- und Höhenruder sowie den Landeklappen.
Alle Bauteile sind im Flug ständig in Bewegung und dabei ist es wichtig, dass alles freigängig ist und die Führungen der Gestänge und Steuerseile keine Toleranzen haben, Verklebungen und Außenhaut keine Risse aufweisen. Im Flug, bei hohen Geschwindigkeiten, werden Pedale und Knüppel nur im Zentimeter Bereich bewegt, deshalb ist es umso wichtiger, dass die Steuerbefehle direkt und ohne Verzögerung an die Ruder weitergeleitet werden. Erklärt Bernd Nübling, der im letzten Jahr mit seinem Segelflugzeug an zwei unabhängigen Tagen je einmal 1046 km in 10 Stunden 15 Minuten und 1026 km in 10 Stunden 12 Minuten weit geflogen ist. Wohl bemerkt ohne Motor, nur mit Hilfe von Aufwinden.
Moderne Segelflugzeuge sind Hochleistungsmaschinen deren Verarbeitung und Effektivität in der Luft das Maß aller Dinge sind, was Aerodynamik und Gleiten in der Luft angeht. Keine Verkehrsmaschine kann so effektiv gleiten und Aufwinde nutzen wie ein Segelflugzeug und dabei sind die Maschinen im Flug 100% CO² neutral. Deshalb ist es umso wichtiger, dass die Segelflugzeuge in einem technisch einwandfreien Zustand sind. Dafür garantieren, Bernd Mangold, Uli Renz, Gerhard Geppert, Jelko Busse und Klaus Binder. Die fünf haben sich das Feld der Flugzeuge beim Flugsportverein aufgeteilt. Während das Hauptaugenmerk von Mangold und Renz auf den Segelflugzeugen liegt, wartet und reparieren Geppert und Binder Motormaschinen während Busse der Spezialist für Avionik ist . Klaus Binder ist neu in dem Fünfer - Gespann. Er hat erst vor kurzem den Lehrgang und die Prüfung zum Motorwart abgelegt. Die fünf sind ein Team und teilen sich die jahrelange Erfahrung und Wissen zu ihren Flugzeugen. Jedes Flugzeug hat seine Eigenheiten, gerade Motormaschinen sind manchmal regelrechte Divas, berichtet Gerhard Geppert. Unsere Fuji, ein japanischer Kunstflugtrainer, ist inzwischen 47 Jahre alt und möchte von den Piloten ganz besonders behandelt werden im Flug. Oder unsere Remo, das Flugzeug mit den Knickflügeln, benötigt beim Start des Motors eine ganz besondere Prozedur. Aber genau das ist unter anderem der Reiz des Motorfliegens. Nicht nur das Fliegen an sich, sondern auch das Beherrschen der komplexen Technik.
Der Flugsportverein bereitet sich auf die kommende Saison vor, mit dem Ziel, ohne technische Störungen das Jahr durchfliegen zu können. Denn auch hier gilt der Satz: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.

Avionik
Cockpit
Motor eines Selbststarters
Steuerstangen und Seilzüge
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