FSV Laichingen e.V.

Das Jahr 2020

Januar | Februar | März | April | Mai

Mai

Flugplatz Laichingen hat den Betrieb wieder aufgenommen

Mit der neuen Corona- Verordnung des Landes Baden-Württemberg ist nun auch der Flugbetrieb auf dem Flugplatz in Laichingen wieder möglich. Zum Wochenbeginn wurde der Betrieb wieder aufgenommen.
Seit dem 19. März ruht das Leben auf dem Flugplatz Laichingen – wie auch ein großer Teil des öffentlichen Lebens in Deutschland. Mit dem Erlass der ersten Corona-Verordnung wurden sämtliche Sportstätten, zu den auch der Sonderlandeplatz des FSV Laichingen zählt, geschlossen. Sämtlich Aktivitäten wurden eingestellt. Lediglich an Verkehrslandeplätzen, wie z.B. Biberach oder Aalen-Elchingen, waren in dieser Zeit noch Flüge möglich.
In der ersten Erleichterungs-Maßnahme des Landes Baden-Württemberg für den Sport, sind insbesondere Outdoor-Sportarten ohne Körperkontakt und auch der Luftsport berücksichtigt, da hierbei die geltenden Infektionsschutz-Regelungen eingehalten werden können.
Aufgrund der aktuellen Anforderungen der Corona-Verordnung vom Land Baden-Württemberg wurden vom Vorstand des FSV Laichingen strenge Vorgaben für die Wiederaufnahme des Flugbetriebs erlassen.

Neben den allgemein gültigen Abstands- und Hygieneregeln müssen Flugzeuge und anderes Vereinsgerät nach der Nutzung desinfiziert werden. Viele Mitglieder des Flugsportvereines haben derzeit einen niedrigen Trainingsstand und Sicherheit steht bei uns an oberster Stelle, deshalb wird es nun verstärkt Checkflüge unter Berücksichtigung der Corona Hygiene Vorgaben geben. Unter normalen Umständen freuen sich der Flugsportverein über Besucher am Flugplatz, im Moment ist dies jedoch leider nicht möglich. Für Besucher, die einen Ausflug zum Flugplatz planen, ist insbesondere zu beachten, dass das Betreten des Geländes untersagt ist und Rundflüge bis auf Weiteres nicht durchgeführt werden dürfen. Ausgenommen ist der Besuch des Autokinos, da hier spezielle Maßnahmen getroffen wurden, die mit dem Flugbetrieb nichts zu tun haben. Ebenfalls ist es sehr wichtig, dass geschlossene Schranken und Warnschilder, die den Flugplatz abgrenzen, wieder ernstgenommen werden. Der FSV wünscht sich eine Normalisierung der Corona Situation, um den Vereinsmitgliedern wieder ein normales Vereinsleben zu ermöglichen und den Besuchern des Flugplatz Laichingen wieder einen Zugang zum Jakob Lauer Flugplatz zu ermöglichen. Dazu ein Schlusswort des 1. Vorstandes Peter Bleher: “Wir hoffen, dass sich die Situation möglichst bald entspannt und wir würden uns freuen, Sie nach Möglichkeit beim Flugplatz- und Drachenfest wieder zu sehen. Bis dahin wünschen wir ihnen alles Gute und bleiben Sie gesund.“

Flugplatz Laichingen hat den Betrieb wieder aufgenommen.
Bericht: Nico Happel, Bild: Sandra Mangold

April

Laichinger Segelflieger bleiben am Simulator in Form

Die Segelflieger des Flugsportverein Laichingen sitzen dank Corona am Boden. Wie größtenteils alle Vereine ist auch der FSV von den Beschränkungen betroffen und darf auf dem Jakob-Laur-Flugplatz (Sportstätte) keine Vereinsaktivität ausüben.
Doch die Not macht erfinderisch! Der alte Segelflugsimulator „Condor“ aus 2006 wurde reaktiviert und aus einem anfänglichen Zeitvertreib wurde eine Bewegung, die den halben Verein erreicht hat. Mindestens zwei Wertungstage pro Woche über drei Wochen führen zum Endergebnis des „FSV-Corona-Cup“. Inzwischen ist bereits die zweite Auflage am Laufen. Dabei werden Aufgaben in unterschiedlichen Regionen gestellt: Zwischen 170 und 200km Racing-Tasks in den Alpen, in der Slowakei oder sogar in Neuseeland standen bereits auf dem Plan.
Leider kann es nicht immer allen Piloten Recht gemacht werden, doch zum Glück gibt es eine Rettungsfunktion, die die Flugzeuge wieder in die Höhe hebt und bei Zusammenstößen repariert, was das gemeinsame Ankommen am Zielflugplatz sicherstellt.
Am vergangenen Wertungstag waren 17 Piloten gleichzeitig unterwegs. Hierbei werden alle Flugzeuge gleichzeitig visualisiert und können wie im echten Fliegen verfolgt werden. Das Besondere: Jeder Pilot sitzt daheim vor seinem PC/Laptop und nimmt so am gemeinsamen Wettbewerb teil. Das Teilnehmerfeld ist dabei ein bunt gemischtes Feld: Der Sieger des ersten Wettbewerbs Peter N. fliegt beispielsweise sogar von Abu Dhabi aus mit. Kommuniziert wird ähnlich dem Funk im echten Flugzeug über Headsets (via. Teamspeak/Skype). Besonders hervorzuheben ist die Teilnahme unserer Altmeister Bernd N. und Achim F., sowie Manuel K.(Jungflugschüler), die sich trotz außergewöhnlichem Alter der Herausforderung stellen und gute Ergebnisse erfliegen! Erstaunlich gute Ergebnisse liefern lange nicht sehr aktive Piloten (UZO, RI, RE) ab, die aus Langeweile die Lust am Fliegen wiederentdeckt haben und in Zukunft hoffentlich auch wieder im echten Segelflieger sitzen werden!
Im Vordergrund bei den Flügen steht der Spaß! Dass zusätzlich das Gefühl des Fliegens nicht ganz verloren wird, kann als positive Randnotiz festgehalten werden! Trotz allem Spaß freuen wir uns schon jetzt auf die Nachricht: „Ihr dürft wieder Fliegen!“, was hoffentlich in naher Zukunft der Fall sein wird! Bleibt gesund und bei guter Laune!

Die Corona Krise lässt den Schwerpunkt gefährlich weit nach vorne wandern (IRS)
Viele Mitglieder nehmen regelmäßig an Wettbewerbsflügen teil
Überflug nach Zielankunft
Bild und Bericht: Sebastian Klein

März

80 und noch voll dabei

Dieter Kohn feierte am 16.02.2020 seinen 80. Geburtstag.
Dieter der im Mai 1964 als Segelflugschüler beim Flugsportverein Laichingen seine fliegerische Karriere begann, hat maßgeblich bei der Entwicklung des Flugsportvereines Laichingen beigetragen. So war er 3. Vorstand von 1974 bis 1976 und 2. Vorstand von 1976 bis 1979 und 1981 bis 2000.
Die Förderung des Leistungsfluges war ihm stets ein wichtiges Anliegen.
Dieter war der Initiator des ersten Laichinger Drachenfest im Jahr 1999. Das Drachenfest ist eine, insbesondere für Familien mit Kindern, großartige Veranstaltung für Laichingen und Umgebung.
Auch hat er einige fliegerische Höhepunkte und Erfolge zu verzeichnen. So flog er bei einigen Segelflugwettbewerben mit. 1977 Osch (Oberschwäbischer Segelflugwettbewerb) Tannheim,
1979 Osch Blaubeuren,
1983 Osch Blaubeuren (1. Platz in der Doppelsitzerklasse),
1964 Teilnehmer an der Dt. Segelflugmeisterschaft in Aalen-Elchingen,
1986 Osch Blaubeuren (1. Platz),
1987 Föhnflug in Hohenems auf 5600 Meter (Bedingung für Gold-C).
1990 Dreiecksflug über 600 km.
Eine unglaubliche Geschichte, die mir Dieter mit einem Lachen im Gesicht erzählte, ist der Flug mit dem Motorsegler (Scheibe Falke SF25B) 1996 von Laichingen nach Marina di Campo auf der Insel Elba.
Über Trento, Reggio Emilia nach Elba und zurück nach Laichingen über Valbrembo.
Flugzeit nach Elba 4,45 Stunden und das in einem Motorsegler der um Durchschnitt vielleicht 130 km/h schnell fliegt.
Mit der Super Dimona war Dieter 1998 Schlepppilot in Brienne le Chateanx (bei Paris), 2001 in Bozen und bevor der Flughafen Tempelhof geschlossen wurde, war er 2007 in Berlin.
Seine Söhne Jürgen und Marcus sind ebenfalls erfolgreiche Piloten und Leistungssegelflieger und haben die Begeisterung und Leidenschaft für das Fliegen von ihrem Vater geerbt.
Seine Leidenschaft fürs Fliegen hat Dieter seinen Söhnen Jürgen und Marcus weitergegeben.
Im Jahr 2000 hat er die Goldene Ehrennadel des BWLV erhalten,
2005 Wolf-Hirt-Medaille Silber,
2006 Wolf-Hirt-Medaille Gold
Dieter Kohn gründete 1967 mit einem Partner die Firma Mühlbauer + Kohn OHG und übernahm 1989 die Anteile seines Partners.2002 übergab er die Firma an seine Söhne Jürgen und Markus nun als Fa. Kohn GmbH firmiert.
Wer nun denkt, dass sich Dieter Kohn mit seinen 80. Jahren zur Ruhe gesetzt hat, irrt sich.
Bis heute steht Dieter Kohn mit seinen Söhnen in der Firma. Er berät dort die Kunden und hat das komplette Lager unter sich. „Ich weiß wo jeder Artikel im Lager steht“, erzählt mir der junggebliebene 80-er.
Für die Mitglieder ist Dieter immer freundlich, immer ansprechbar, immer aktiv und so mancher kann sich bestimmt einmal glücklich schätzen, wenn er mit 80 noch so aktiv sein kann.
Zusammen mit seinem Freund Lothar Pöhler organisiert Dieter regelmäßig und mit großem Erfolg den Generationentreff des FSV, für die ehemals aktiven Flieger. Der Generationentreff findet immer am ersten Samstag im Monat in unserem Clubheim statt und es ist schön zu sehen, mit welcher Begeisterung diese Veranstaltung von den älteren Mitgliedern angenommen wird und sie sich wieder zugehörig fühlen.
Lieber Dieter, wir gratulieren ganz herzlich zu deinem runden Geburtstag und wünschen Dir alles Gute, besonders Gesundheit und viele schöne Momente im neuen Lebensjahr. Bleib weiterhin so umtriebig und fit.
Deine Fliegerkameraden des Flugsportvereines Laichingen e.V.

Dieter Kohn

Februar

Fluglehrerbesprchung der etwas anderen Art

29.02.2020:

Am 29.02.2020 trafen sich die Fluglehrer unseres Vereins zur Fluglehrerbesprechung. Eingeladen hatte unser Ausbildungsleiter Basti N.. Treffpunkt war der Parkplatz am Flugplatz Hornberg. Nachdem wir uns aus der Kühltasche von Jochen S. mit Getränken versorgt hatten, begann ein leichtes „Kardiotraining“: Der Aufstieg zum Franz-Keller-Haus, wo Basti Essen und Übernachtung gebucht hatte. Wegstrecke ca. 4 Km mit ca. 100 Höhenmetern. Zur Halbzeit hatten wir mit einer Einkehr im Knörzerhaus geliebäugelt, was leider geschlossen hatte. So kamen wir mit ordentlicher Herzfrequenz aber durstig und hungrig in der Hütte an.
Nach dem Löschen des größten Durstes und einem kleinen Vesper begann der ernsthafte Teil der Besprechung, unterbrochen von einem zünftigen Abendessen. Es zeigte sich, dass außerhalb des Flugplatzes die Dinge die Fluglehrer halt so besprechen müssen, sich ungestört viel besser besprechen lassen. So wurde beschlossen, dass wir uns gemeinsam mit den Windenfahrern am Samstag 28.03.2020 zum ersten Flugbetrieb treffen, um die notwendigen Überprüfungsstarts und die Flüge zur Einhaltung der 90-Tage-Regelung zu absolvieren.
Der Abend klang in fröhlicher Runde mit allerlei Fliegerlatein und ähnlichen Geschichten und sogar etwas Gesang aus.
Nach der erholsamen Nachtruhe in der sauerstoffreichen Luft des Naturschutzgebietes - im großen gemeinsamen Schlafraum, wider Erwarten kaum durch Schnarchgeräusche gestört - und einem gemeinsamen tollen Frühstück ging es wieder begab zum Parkplatz.
Alle waren sich einig: Diese gelungene Veranstaltung in einer gemütlichen Räumlichkeit bei super (und preiswertem) Essen soll zur Tradition werden.
Ein großes Dankeschön an den Organisator Basti N. und an das ehrenamtliche Team der Hütte, die sich übrigens auch sehr gut für Familienausflüge eignet.

Bericht: Jürgen Bauermeister, Bild: Sebastian Nübling, Eberhard Laur

Spontaner Flug

"Kommst du mit ne Runde mit der Dynamic drehen", fragte Robin.
"Klar, mal guck ob man die Alpen immer noch sieht".
Der auffrischende Wind hat Föhn ausgebildet.
Wir haben eine Strömung aus SüdWest von ca 60 km/h erflogen.
Dabei vergleicht man die Grundgeschwindigkeit des GPS mit dem Wert des Fahrtmessers.
So kann man den Windvektor abschätzen.
Die Berge waren schön anzusehen, Oberschwaben frei von Bodendunst.
Wunderhübsch anzuschaun waren auch die Wellenwolken ('Fische' aka AltoCumulus Lenticularis) über dem Schwarzwald.

Bild und Bericht: Robin Enderle

Flugsportverein bereiten sich auf die neue Flugsaison vor

Zerlegt stehen sie da, die Segelflugzeuge und Motorflugzeuge des Flugsportverein Laichingen. Der Hintergrund ist einleuchtend, wenn man den Technischen Leiter, Bernd Mangold, des Flugsportvereines Laichingen fragt. Alle Flugzeuge werden über die Wintermonate gewartet. Dabei werden nicht nur bei den Segelflugzeugen die Flügel entfernt, sondern auch die Sitzwannen aus den Flugzeugen entnommen damit die Gestänge und Steuerseile sichtbar werden. Gerade den Gestängen und Steuerseilen gilt das Hauptaugenmerk der Mitglieder des Flugsportvereines. Ebenso werden die Außenhaut und Glasfaserverklebungen genauestens untersucht auf Risse. Diese Bauteile unterliegen einer ständigen Belastung beim Fliegen. Gestänge und Steuerseile verbinden den Steuerknüppel und Pedale mit den Seiten-, Quer- und Höhenruder sowie den Landeklappen.
Alle Bauteile sind im Flug ständig in Bewegung und dabei ist es wichtig, dass alles freigängig ist und die Führungen der Gestänge und Steuerseile keine Toleranzen haben, Verklebungen und Außenhaut keine Risse aufweisen. Im Flug, bei hohen Geschwindigkeiten, werden Pedale und Knüppel nur im Zentimeter Bereich bewegt, deshalb ist es umso wichtiger, dass die Steuerbefehle direkt und ohne Verzögerung an die Ruder weitergeleitet werden. Erklärt Bernd Nübling, der im letzten Jahr mit seinem Segelflugzeug an zwei unabhängigen Tagen je einmal 1046 km in 10 Stunden 15 Minuten und 1026 km in 10 Stunden 12 Minuten weit geflogen ist. Wohl bemerkt ohne Motor, nur mit Hilfe von Aufwinden.
Moderne Segelflugzeuge sind Hochleistungsmaschinen deren Verarbeitung und Effektivität in der Luft das Maß aller Dinge sind, was Aerodynamik und Gleiten in der Luft angeht. Keine Verkehrsmaschine kann so effektiv gleiten und Aufwinde nutzen wie ein Segelflugzeug und dabei sind die Maschinen im Flug 100% CO² neutral. Deshalb ist es umso wichtiger, dass die Segelflugzeuge in einem technisch einwandfreien Zustand sind. Dafür garantieren, Bernd Mangold, Uli Renz, Gerhard Geppert, Jelko Busse und Klaus Binder. Die fünf haben sich das Feld der Flugzeuge beim Flugsportverein aufgeteilt. Während das Hauptaugenmerk von Mangold und Renz auf den Segelflugzeugen liegt, wartet und reparieren Geppert und Binder Motormaschinen während Busse der Spezialist für Avionik ist . Klaus Binder ist neu in dem Fünfer - Gespann. Er hat erst vor kurzem den Lehrgang und die Prüfung zum Motorwart abgelegt. Die fünf sind ein Team und teilen sich die jahrelange Erfahrung und Wissen zu ihren Flugzeugen. Jedes Flugzeug hat seine Eigenheiten, gerade Motormaschinen sind manchmal regelrechte Divas, berichtet Gerhard Geppert. Unsere Fuji, ein japanischer Kunstflugtrainer, ist inzwischen 47 Jahre alt und möchte von den Piloten ganz besonders behandelt werden im Flug. Oder unsere Remo, das Flugzeug mit den Knickflügeln, benötigt beim Start des Motors eine ganz besondere Prozedur. Aber genau das ist unter anderem der Reiz des Motorfliegens. Nicht nur das Fliegen an sich, sondern auch das Beherrschen der komplexen Technik.
Der Flugsportverein bereitet sich auf die kommende Saison vor, mit dem Ziel, ohne technische Störungen das Jahr durchfliegen zu können. Denn auch hier gilt der Satz: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.

Avionik
Cockpit
Motor eines Selbststarters
Steuerstangen und Seilzüge
Bild und Bericht: Nico Happel

Januar

Neujahrsempfang und Ehrung erfolgreicher Sportler

06.01.2020:

Am Dreikönigstag findet traditionell ein von der Stadt Laichingen ausgerichteter Neujahrsempfang statt. Dabei werden auch die Leistungen erfolgreicher Sportlerinnen und Sportler der örtlichen Vereine gewürdigt.
Vom Flugsportverein Laichingen wurden Marcus Hausmann und Thomas Heimes geehrt.
Marcus hat mit seinem naturgetreuen Nachbau einer „Stampe SV 4“ den Titel des Deutschen Meisters geholt und Thomas wurde mit seiner „Dalotel DM 165“ Vizemeister.
Wir gratulieren unseren beiden Vereinskameraden ganz herzlich zu dieser Ehrung!

Die Vertreter des FSV Laichingen beim Neujahrsempfang