FSV Laichingen e.V.

Das Jahr 2022

Februar | März | April | Juni | Juli | August

August

100 Jahre wäre Jakob Laur dieses Jahr geworden

In seinem Leben hat Jakob Laur Herausragendes geleistet. Er war nicht nur passionierter Flieger, sondern auch Mitgründer des Flugsportvereins Laichingen. Als jahrzehntelanger Vorstandsvorsitzender im Ehrenamt, Träger des Bundesverdienstkreuzes war er die treibende Kraft im Flugsportverein Laichingen.
Am 12. September wäre Jakob Laur 100 Jahre alt geworden. Das diesjährige Flugplatzfest am 11. September steht ganz im Gedenken an den charismatischen Macher und Motors des Vereines.
Für den Flugsportverein Laichingen war Jakob Laur eine Schlüsselfigur. Er war Gründungsmitglied des Vereins und anschließend 59 Jahre lang dessen Erster Vorsitzender. In dieser Zeit bewegte und gestaltete er enormes.
Dabei konnte er seine aktive Fliegerkarriere als junger Mann nur unter großen Mühen beginnen. Denn schon als Junge hatte Jakob Laur, als jüngster Sohn von Barbara und Daniel Laur, auf dem elterlichen Hof in einer Maschine einen Daumen verloren. Die Flugtauglichkeitsuntersuchung bei der damaligen Luftwaffe verhieß zunächst nichts Gutes. Aber schon damals war seine Beharrlichkeit seine große Stärke und mit einem Quäntchen Glück schaffte er es doch noch ins Cockpit. Bei der Luftwaffe bildete er sodann zahlreiche Piloten aus.
Am 7. Oktober 1950 fand auf seine Initiative hin die Gründung des Flugsportvereins Laichingen statt. 1953 stieg Jakob Laur in die Wettbewerbsfliegerei ein und wurde auf einer Mü 13E "Stadt Laichingen" in Oerlinghausen Sieger in der Nachwuchsklasse. 1955 erreichte er auf einer „Weihe" den dritten Platz der Segelflugmeisterschaft. Mit dem vereinseigenen „Zugvogel II“ wurde er 1957 deutscher Meister. 1958 im polnischen Leszno, bei der Segelflug-Weltmeisterschaft 1958 belegte Laur den achten Platz in der offenen Klasse.
1964 begann der Grunderwerb am heutigen „Jakob-Laur-Flugplatz“ in Laichingen. 1967 wurde der Flugbetrieb genehmigt. Ohne das Verhandlungsgeschick und die Zähigkeit von Jakob Laur würde der „Jakob-Laur-Flugplatz“ heute so nicht aussehen.
Laur war in dieser Zeit auch immer als Wettbewerbsflieger aktiv. So nahm er an 12 Deutschen Meisterschaften teil, war Mannschaftsführer bei der Segelflug WM 1960 und 1968 und im Verein Segel- und Motorsegler Ausbilder. 1973 wurde die erste Flugzeughalle in Betrieb genommen, 1978 das Clubheim gebaut. 1996 folgte die zweite Flugzeughalle.
Laur war nicht nur engagierter Vereinsvorsitzender, sondern auch Familienvater von 5 Kindern, Filialdirektor der Sparkasse Laichingen und stellvertretendes Vorstandsmitglied der Sparkasse Ulm sowie langjähriges Mitglied des Gemeinderates seiner Heimatstadt.
Er erhielt 1987 das Bundesverdienstkreuz.
Auf Verbandsebene war Laur 27 Jahre lang als Rechnungsprüfer aktiv. So wurden ihm zahlreiche Ehrungen verliehen, unter anderem 1990 die Goldene Wolf Hirth Medaille des Baden-Württembergischen Luftfahrt Verbandes (BWLV) oder 2002 die Goldenen Daidalos- Medaille des DAeC. 2012 wurde er zum Ehrenmitglied im BWLV ernannt. Obwohl ein Schlaganfall ihn gesundheitlich einschränkte, nahm Jakob Laur bis zuletzt an den Entwicklungen in seinem Verein und am Luftsport Anteil.
Die Begeisterung für den Luftsport hat Jakob Laur an die nachfolgenden Generationen weitergegeben. So ist sein Sohn Eberhard Laur, nicht nur eine Spitzenpilot bei Welt und Europameisterschaften und Fluglehrer im FSV sondern auch als Präsident des BWLV der höchste Repräsentant der Luftsportler im Lande. Auch sein Enkel Marco Laur ist passionierter Flieger im Flugsportverein Laichingen.
Der Flugsportverein gedenkt mit einer kleinen Ausstellung beim Flugplatzfest am 11. September dem 100. Geburtstag von Jakob Laur.

Deutscher Segelflugmeister 1953
Jakob in seinem geliebten Kestrel
Bericht: Nico Happel

Juli

Hate Excalibur … wohin fliegt ihr?

Hate Excalibur … wohin fliegt ihr? Das war die häufig gestellte und ungläubige Frage der Laichinger Fliegerkameraden des FSV Laichingen. Am 20.05.2022 starteten Udo Hettrich und Patrick Lützel zu einem weiteren Flugabenteuer in Richtung Tschechien, Wetter und Flugroute wurden im Vorfeld genauestens studiert. Das vereinseigene und leistungsfähige Ultra-Light Flugsportgerät aus der Slowakischen Werft Aerospool mit dem Namen Dynamic WT9 und der deutschen Kennung D-MXAI ist mit einer Reisegeschwindigkeit von ca. 200 km / h ein zuverlässiger Reisepartner. Der Start erfolgte Freitagmittag in Laichingen. Über Memmingen, Starnberger- und Chiemsee ging es weiter entlang der stauträchtigen Autobahn A8 Richtung Salzburg. P. Lützel dazu: „Der freundliche Fluglotse unter „Salzburg Radar“ genehmigte eine direkte Durchquerung des Luftraumes Salzburg und ließ uns nicht nur über die Salzburger Altstadt und Burg fliegen, sondern schickte uns anschließend gleich noch über die wunderschönen Seen des Salzkammergutes. Nach einem Blick auf das „Weiße Rössl“ am Wolfgangsee ging es zum Endanflug auf den Flugplatz Gmunden (LOLA). Nach einer kurzen Pause und einem Pilotenwechsel nahmen wir über Podersdorf am Neusiedler See Anlauf auf die österreichische Hauptstadt Wien.“ Und U. Hettrich berichtet weiter:“ Auch hier schützt ein „Deckel“ den Luftraum vor anfliegenden Verkehr. Wir erhielten die Freigabe Wien entlang der Donau in einer Höhe von 2.500ft MSL zu queren. Wau … was für ein Erlebnis inkl. einer zweiminütigen Warteschleife wegen anfliegendem Verkehr auf den internationalen Flughafen, fanden wir uns auf Augenhöhe von „Wienhatten“ wieder.“ Der folgende Anflug auf das nördlich gelegene Hate Excalibur in der Tschechei direkt hinter der österreichischen Grenze war da nur so für die Beiden Piloten nur noch pro forma. Dieser UL - Ausweichflugplatz stand dem Zwecke für einen Besuch von Znojmo (Deutscher Name Znaim) in nichts nach, da der offizielle Flugplatz der gesagten Kleinstadt mit ca. 30.000 Einwohnern leider wegen Bauarbeiten, gemäß NOTAM und telefonischer Nachfrage geschlossen war. Eine ortsansässige Bekanntschaft machte uns mit der Umgebung und der attraktiven Altstadt vertraut. Nach einer kostengünstigen Übernachtung inkl. leckerem Frühstück ging es fliegerisch und bei strammem Gegenwind weiter in Richtung Prag. Auch hier war ein Überflug der Stadt geplant, wurde aber leider von der Flugaufsicht kurzfristig wegen anfliegendem Berufsverkehr auf den dortigen Flughafen verwehrt. So querten Lützel und Hettrich die Moldau, umrundeten Prag südlich und machten sich auf in Richtung Pilsen. Deutschland erreichten sie zu einem Pilotenwechsel in Weiden. An Nürnberg vorbei und nach einem kurzen, aber notwendigen Tankstopp in Schwabach erreichten sie am Samstag, den 21.05.2022 um 17:34 Uhr wohlbehalten den Heimatflugplatz in Laichingen.

Patrik Lützel und Udo Hettrich
Tankstopp in Schwabach
Weiße Rössl am Wolfgangsee
Blick auf Znaim
Wien entlang der Donau
Hate Excalibur
Bericht: Nico Happel

Juni

1000km im Segelflug

Der Laichinger Segelflugpilot Kevin Schmidt startete am 10.06.2022 zu einem besonderen Flug, der ihn durch halb Deutschland bringen sollte. Der Flug begann schon morgens um 09:04 Uhr in Laichingen auf dem Flugplatz. Nachdem der Motor des eigenstartfähigen Segelflugzeuges abgestellt wurde, machte sich Kevin auf den Weg Richtung Schwarzwald. Nachdem die Schwäbische Alb morgens schon schöne Wolken bescherte, ging es zügig voran. Kevin wendete im Gutachtal (bei Titisee-Neustadt) im Schwarzwald. Danach ging der Flugweg über den nördlichen Schwarzwald, vorbei an Pforzheim bis in den Odenwald. Kurz vor der zweiten Wende, die kurz vor Eisenach lag, wurde es auf Höhe der Rhön deutlich schwieriger. Das Wetter war dort nicht mehr so gut, wodurch die Durchschnittsgeschwindigkeit von über 100km/h zurück auf 93 km/h fiel. Nachdem der schwierige Teil bis zur Wende überwunden war, befand sich Kevin im besten Segelflugwetter. Im Thüringer-und im Bayrischen-Wald konnte so die Durchschnittsgeschwindigkeit auf 118 km/h gesteigert werden. Die letzte Wende, die Kevin umfliegen wollte, war Grafenwiesen. Dies liegt bei Cham im Bayrischen Wald. Leider war zu dem Zeitpunkt als Kevin dort war die Wende aufgrund des Wetters und des schon späten nachmittags nicht mehr erreichbar. Er wendete deshalb 20km vorher und trat somit die Heimreise etwas früher an. Der Heimweg führte dann über Regensburg, Ingolstadt und Aalen wieder zurück auf die Schwäbische Alb. Nach über 11 Stunden Flugzeit und 1013 geflogen Kilometern, also einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 93 km/h, landete Kevin überglücklich um 20:15 Uhr wieder in Laichingen, wo er von den Fliegerkameraden schon sehnsüchtig erwartet wurde. Es war besonders, das außergewöhnliche Wetter nutzen zu können. Nur die langen Tage im Juni machen einen Flug über 11 Stunden mit einem Segelflugzeug überhaupt möglich. Während des gesamten Fluges muss mit hoher Konzentration geflogen, das Wetter beobachtet, Entscheidungen überprüft und eventuell geändert werden. Langeweile kommt trotz der beachtlichen Flugzeit nie auf. Dieser Flug war der bisher weiteste Streckenflug über drei Wendepunkte und der Punkthöchste Flug, der von Laichingen aus geflogen wurde. Ein großer Dank gilt den Mitgliedern die Jungen Piloten ihre Hochleistungsmaschinen zur Verfügung stellen und somit solche Flüge überhaupt erst möglich machen.
Das Wetter hatte am darauffolgenden Wochenende aber immer noch nicht genug. Die Piloten aus Laichingen nutzten auch an den folgenden 2 Tagen das Wetter für weite Flüge. Für die Bundesliga konnten am Sonntag Jürgen Kohn und Bernd Mangold schnelle Flüge mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 124 km/h beisteuern. Der dritte Flug der Bundesliga-Wertung steuerte Bernd Weber bei, der sich momentan bei Meisterschaften in Winzeln befindet. Somit konnte ein 9. Platz in dieser Runde erreicht werden.

Bericht: Kevin Schmidt

Festumzug beim Jubiläum des Musikvereins

19.06.2022:

Vergangenes Wochenende feierte der Musikverein Laichingen sein 125 jähriges Bestehen mit vielen tollen Attraktionen. Eine dieser Attraktionen war ein großer Festumzug durch die Innenstadt von Laichingen. Bei diesem Umzug beteiligten sich einige Vereine aus Laichingen. So auch wir.
Bereits am Anfang des Jahres wurde aus diesem Grund ein Gremium aus begeisterten Mitglieder erstellt, welche sich um einen Umzugswagen für das Fest kümmerten. Diese kamen schnell zum Entschluss ein Segelflugzeug auf einem Ladewagen als Umzugswagen zu nutzen. Als Flugzeug wurde unser Oldtimer-Holzsegelflugzeug der Baureihe K8 verwendet. Da die Spannweite dieses eher kleinen Flugzeugs mit 15 m dennoch viel zu breit für die Laichinger Straßen wäre, musste ein Ersatzflügel angefertigt werden. Die Spannweite der selbstgebauten Tragfläche durfte 5 m nicht überschreiten. Als Baustoff der Tragfläche wurde Styropor, Holz, Folie und ordentlich Kleber verwendet. Das Resultat unterscheidet sich optisch abgesehen von der Breite kaum vom Original. Fliegen könnte man damit leider trotzdem nicht.
Am Tag des Umzugs wurde der Umzugswagen durch geschicktes Können vom Flugplatz zum Umzug überführt und dort auf die richtige Startposition gestellt. Für den Umzug wurde außerdem ein abgelaufener Fallschirm, welcher ausschließlich für derartige Zwecke aufgehoben wird, verwendet. Dieser wurde für den Umzug geöffnet und hinter dem Umzugswagen über die Laichinger Straßen gezogen.
Bei der Siegerehrung der Umzugswägen hat der Flugsportverein den dritten Platz erzielen können. Der große Aufwand, den sich unsere fleißigen Helfer bereitet haben wurde damit wertgeschätzt.
Ein besonderer Dank geht an das Team, welches den Umzugswagen gebaut hat: Andrej Bauer, Michael Sonntag, Matthias Hausmann, Kevin Schmidt, Robin Enderle, Valentin Kübler, Bernd Meindl, Nico Happel

Bericht: Danny Smialy, Bild: verschiedene

Drei Mitglieder des Flugsportverein Laichingen nehmen an der Weltmeisterschaft in Norwegen teil

Weltmeister aus 2018 und Deutscher Meister aus 2021 Marcus Hausmann, Thomas Heimes und Matthias Hausmann nehmen an der Weltmeisterschaft im Modellflug Scale in Norwegen teil. Alle drei sind Mitglieder des FSV Laichingen.
Die FAI/CIAM Scale Klassen stellen eine Art Illusion dar, d.h. ein maßstäbliches Modell eines Flugzeugs zu erstellen und dieses Modell so originalgetreu als möglich vorzufliegen.
Marcus Hausmann berichtet dazu:“ Dies erfordert sich mit der Historie, den technischen Eigenschaften sowie den fliegerischen Fähigkeiten des Originals zu beschäftigen. Es verlangt ein besonderes handwerkliches Geschick in der Erstellung von technischen Zeichnungen und dem Bau des Modells. Weiterhin werden aber auch die nötigen fliegerischen Fähigkeiten vom Modellbauer abverlangt, um das Modell vorbildgetreu durch alle Flugfiguren zu steuern.
Der gewählte Maßstab und die sich damit ergebende Modellgröße können vom Modellbauer frei gewählt werden und variieren sehr stark. Dabei darf die Gewichtsgrenze von 15 kg für funkgesteuerte Modelle nicht überschritten werden.“ Und weiter: „Die Modelle haben dabei eine Spannweite von bis zu 3 Metern. Der Scale-Wettbewerb besteht aus zwei Teilen. Der erste Teil ist die Beurteilung der Qualität der Umrisse oder des Aussehens des Modells im Vergleich zum Original sowie der Handwerkskunst beim Bau und der Fertigstellung des Modells. Das Modell wird von einer Jury aus drei Punktrichtern geprüft. Jeder Teilnehmer muss alle Teile des Modells angeben, die er nicht selbst hergestellt hat, und die Punktrichter passen ihre Punktzahl entsprechend an.
Der zweite Teil des Wettbewerbs ist das Fliegen des Modells. Die Modelle verfügen über dieselbe Steuerung und Manövrierfähigkeit wie ihre großen Vorbilder.
Das Flugprogramm besteht aus 10 Flugfiguren. Ziel ist es, das Modell so vorbildgetreu als möglich zu fliegen. Wenn für den Betrachter nicht mehr erkennbar ist, ob es sich um ein Modell oder ein Original handelt, hat der Pilot alles perfekt gemacht. Die endgültige Platzierung im Wettbewerb wird durch eine Kombination der Baubewertungspunkte und der Flugbewertungspunkte bestimmt."
Matthias Hausmann fliegt im Wettbewerb ein Modell, dessen Original am Himmel über Laichingen oft zu sehen ist. Eine Robin DR 400, die an Ihren Knickflügeln zu erkennen ist.

Wir sind gespannt auf die Platzierungen und werden berichten.

Marcus Hausmann + Stampe
Matthias Hausmann + DR400
Bericht: Nico Happel

Zum Gedenken an Reinhard Lindlahr

Mit großer Betroffenheit mussten wir erfahren, dass unser Vereinsmitglied Reinhard Lindlahr nach kurzer Krankheit im Alter von 90 verstorben ist.
Wir alle durften Reinhard als einen ausgesprochen friedfertigen und hilfsbereiten Menschen kennenlernen und wir alle haben ihn sehr geschätzt.
Reinhard Lindlahr war seit 1972 Mitglied im Flugsportverein Laichingen e.V.
Er war ein engagierter Fluglehrer und Ausbildungsleiter. In seiner Zeit als Fluglehrer hat er Generationen von Flugschülern das Fliegen im Segelflugzeug und Motorsegler beigebracht. Bis 1995 war er Ausbildungsleiter. Ende 2014 hat er seinen Flugschein altershalber nicht mehr verlängert, eine Entscheidung, für die ihm der allergrößte Respekt gezollt wurde.
Auch nach seiner aktiven Zeit als Flieger war Reinhard fester Bestandteil des Flugplatzlebens. Er hat weiterhin bei allen Festen mitgeholfen und stand seinen ehemaligen Flugschülern mit Rat und Tat zur Seite, wenn es um das Thema fliegen ging. Auch kam es häufig vor, dass er mit seinen Fliegerkameraden mitflog und so war das Fliegen für Ihn bis ins hohe Alter nicht zu Ende.
Im letzten Herbst hatte Reinhard Lindlahr noch seine letzten Flüge. Ende August im Motorflugzeug mit seiner Ehefrau Elisabeth und Markus Kohn als Pilot. Ende Oktober einen Windenstart mit dem Schulungsdoppelsitzer und seinem ehemaligen Flugschüler, Wolfgang Braun, der jetzt ebenfalls Fluglehrer ist. Beide hatten sichtlich ihren Spaß.
Der Flugsportverein Laichingen hat Reinhard Lindlahr viel zu verdanken. Aus diesem Grund wurde er 2019 zum Ehrenmitglied ernannt.
Wir trauern um unseren Kameraden und Freund. Sein Tod hat uns sehr berührt und unsagbar traurig gemacht. Rainhard wird für immer unvergessen bleiben!

Bericht: Nico Happel

April

Solider Start des Flugsportvereins Laichingen in der ersten Bundesliga

Der Flugsportverein Laichingen startet an diesem Wochenende in der ersten Bundesliga mit einem soliden 6. Platz.
Die Piloten Bernd Nübling, Kevin Schmidt, Sebastian Nübling, Wolfgang Braun und Marcus Kohn starteten am Samstag erst spät gegen 13:30 Uhr.
Die Wetterbedingungen ließen keinen früheren Start zu. Während Bernd, Kevin und Sebastian Richtung Donauwörth flogen und dann zurück bis Balingen, hat es Wolfgang und Marcus mehr in den Süden verschlagen.
Das Wetter erwies sich doch noch als brauchbar sodass, über alle Piloten, im gesamten 1468 Kilometer geflogen werden konnten in einer Gesamtzeit von 16 Stunden und 38 Minuten.
Leider hat das Flarm von Sebastian den Flug nicht ganz aufgezeichnet so dass das Ergebnis nicht ganz der Realität entsprach.

Bericht: Nico Happel

März

Flugsportverein Laichingen hofft auf Veranstaltungen in 2022

18.03.2022:

Die Vorstände Hans-Peter Bleher, Walter Striebel und Michael Sonntag begrüßten die Mitglieder im Gasthaus Rössle in Laichingen.
H.P. Bleher eröffnet den Jahresbericht des Vorstandes mit einem positiven Fakt. Trotz Mitgliederfluktuation konnten zum Jahr 2021 neue Mitglieder gewonnen werden. Der Verein hat nun 255 Mitglieder. Mit dem Gedenken an die verstorbenen Mitglieder Karl Dentrich und Hans-Dieter Pfeifer schließt H.P. Bleher seinen Bericht zu den Mitgliederbewegungen. Die Flugbewegungen haben sich zum Vorjahr erhöht, über das gesamte Jahr wurden 133 mehr Stunden und 182 mehr Starts gezählt. Lang geplante Investitionen wurden im letzten Jahr ebenfalls in Angriff genommen und umgesetzt. So wurden die Flügel eines doppelsitzigen Hochleistungssegelflugzeuges in Eigenarbeit mit der Hand abgeschliffen und in einem Fachbetrieb neu lackiert. Desgleichen hat man sich auch der Elektrik des Hangar 1 angenommen, die nicht nur historisch gewachsen, sondern auch deutlich in die Jahre gekommen war. H.P. Bleher und die beiden weiteren Vorstände bedanken sich mit einem Gutschein bei den helfenden Mitgliedern für diese außergewöhnliche Zusatzarbeit.
M. Sonntag berichtet über die Highlights des Jahres 2021. Der Flugsportverein Laichingen beendete die Segelflug Bundesliga mit einem soliden 12. Platz. Drei Mitglieder des Vereines, Markus Hausmann, Thomas Heimes und Matthias Hausmann haben auf der Deutschen Meisterschaft im Modellflug, Bereich Scale, die Plätz 1, 2 und 3 belegt und fahren somit in diesem Jahr auf die Weltmeisterschaft nach Norwegen. Die Laichinger Piloten Robin Enderle, Sebastian Nübling und Michael Sonntag waren auf dem Doppelsitzer Segelflugkunstflug Wettbewerb in Blumberg und haben dort Platz 6, 11 und 12 belegt. In Anbetracht der starken Kongruenz die auf Weltklasse Niveau flog, eine mehr als solide Leistung.
Geehrt wurden in diesem Jahr: Richard Häberle für 50 Jahre Mitgliedschaft. Thomas Schulz für 35 Jahre, Dennis Pöhler, Hanko Streifeneder, Jochen Zimmermann jeweils für 25 Jahre.
Im Zugang hatte man im letzten Jahr einen neuen Motorsegler und den alten konnte man veräußern.
Mit dem Kassenbericht und der Entlastung des Vorstandes durch Dieter Kohn und den Mitgliedern schließen die Vorstände das vergangene Jahr 2021 und den Bericht des Vorstandes.
Beim Ausblick auf das Jahr 2022 wurde dem Verein schnell klar, dass die Preiserhöhungen, die uns alle betreffen, auch am Flugsportverein nicht spurlos vorüber fliegen. So mussten diverse Preiserhöhungen stattfinden, um laufende Kosten abzufangen.
Der Verein hofft, dass die Veranstaltungen ROCK-DEIN-LEBEN, Flugplatzfest mit Oldtimertreffen und das Drachenfest in diesem Jahr stattfinden können. Und mit Dankesworten an die Vereinsmitglieder für den Zusammenhalt im Verein, schließt der Vorstand die Mitgliederversammlung

H.P. Bleher und Thomas Schulz
H.P. Bleher und Richard Häberle
Thomas Schulz und Richard Häberle
Bild und Bericht: Nico Happel

Einladung zur ordentliche Mitgliederversammlung Flugsportverein Laichingen e.V.

Wir laden alle aktiven, fördernden und Ehrenmitglieder zu unserer diesjährigen Mitgliederversammlung am Freitag, 18. März 2022 ab 20 Uhr ins Gasthaus Rössle in Laichingen ein.

Tagesordnung:

  1. Jahresbericht des Vorstands und Ehrungen
  2. Kassenbericht 2021 und Rechnungsabschluss
  3. Bericht des Rechnungsprüfers
  4. Entlastung des Vorstands
  5. Festsetzung Beiträge und Gebühren
  6. Veranstaltungen und Vorhaben 2021
  7. Bekanntgaben, Anfragen, Verschiedenes


Anträge zur Tagesordnung sind bis spätestens 15. März 2022 schriftlich beim Vorstand einzureichen.

Der Vorstand

Februar

Neuzugang beim Flugsportverein Laichingen

Der Flugsportverein Laichingen hat sich ein neues Flugzeug gekauft und modernisiert damit seinen Flugzeugpark.
Er ist wohl in die Jahre gekommen, der alte Motorsegler vom Typ Scheibe Falke 25 mit dem Baujahr 1976. Damals war das Flugzeug das Mittel der Wahl, wenn es darum ging Motorflug- und Segelflugeigenschaften zu vereinen. Als Motorflugzeug konnte man mit dem 80 PS Motor eine Reisegeschwindigkeit von 140 km/h erreichen und so war beim SF25 (Scheibe Falke 25) eher der Weg das Ziel, um von A nach B zu fliegen. Sehr stark war der SF25 in der Ausbildung der Segelflug Piloten eingesetzt, da seine Segelflugeigenschaften gleich zu setzen waren wie die, eines normalen Segelflugzeuges. So konnte der Segelflug Aspirant, Platzrunde um Platzrunde mit dem Fluglehrer fliegen, um das Landen zu üben. Ebenfalls war der Benzinverbrauch und Unterhalskosten so derart gering, dass die Flugkosten eher moderat waren. Kurz gesagt der alte Motorsegler, der auch liebevoll „Radl“ genannt wurde, war sehr beliebt und eine Freude für den Verein. Aber alles hat irgendwann einmal ein Ende. Bei Flugzeugen haben, anders als bei Autos, Motoren irgendwann ein Enddatum. Das heißt, nach einer gewissen Stundenzahl, die der Motor gelaufen ist, muss der Motor generalüberholt oder ausgetauscht werden. Ganz egal ob der Motor noch gut läuft oder nicht. Eine General Überholung oder neuer Motor geht schnell in einen fünfstelligen Betrag. Zusätzlich hätte an der Außenhaut des Motorseglers Reparaturen stattfinden müssen, die den Geldbeutel ebenfalls deutlich belastet hätten.
Aber welches Flugzeug als Neuanschaffung wäre hier das Mittel der Wahl? Neben einem Ultraleicht Flugzeug und zwei Motormaschinen möchte man die gesamte Palette an Motor Flugarten zur Verfügung stellen und auf den Komfort der Segelflugausbildung ebenfalls nicht verzichten. So war es schnell klar, dass wieder ein Motorsegler angeschafft werden soll. Und so wurde man im Hotzenwald fündig, so der Flugsportverein. Wieder ein Scheibe Falke 25 aber mit dem Baujahr 2004 und einem modernen 100 PS Rotax Motor, die Reisegeschwindigkeit liegt bei 180 km/h, ein Cockpit auf der Höhe der Zeit, einem tadellosen äußeren und einem Motor, der noch viel Stunden laufen darf. Das besondere aber ist, dass das Flugzeug mit einer Schleppkupplung ausgestattet ist, und somit verfügt der Verein nun über drei Flugzeuge, um Segelflugzeuge im sogenannten Flugzeugschlepp in die Luft zu ziehen. Am 12.02.2022 war es nun so weit. Die Wetterdaten und die Start- und Landebahn des Flugsportvereines erlaubten es, den SF 25 mit dem Kennzeichen D-KBWC vom Hotzenwald nach Laichingen zu überführen. Zahlreiche Mitglieder des Vereins liesen es sich nicht nehmen den Neuankömmling zu begrüßen und ausgiebig unter die Lupe zu nehmen. Jochen Frieß und Klaus Binder die das Flugzeug überführten waren sich, mit einem breiten Grinsen, einstimmig einig. Ein großartiges Flugzeug das unglaublich viel Spaß macht.

Bild und Bericht: Nico Happel